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Die Bauarbeiten für den Gotthard-Strassentunnel wurden in zwei Losen, Nord und Süd, vergeben. Das Los Nord wurde von einer aus sieben Bauunternehmungen zusammengesetzten Arbeitsgemeinschaft ausgeführt. |
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In den Spitzenzeiten waren im Los Nord etwa 350 und im Los Süd etwa 380 Arbeiter beschäftigt. Trotz grösstmöglicher Sicherheitsvorkehren verloren bei den Tunnelbauarbeiten 19 Arbeiter durch Unglücksfälle ihr Leben. Als Unterkünfte für die Arbeiter dienten provisorisch errichtete Holzbaracken mit Zimmern, in welchen maximal vier Arbeiter zusammen wohnten. Gemeinsame Wasch- und Duschanlagen und eine Kantine mit Selbstbedienung gehörten zu diesen Arbeiterdörfern. |
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Während der Ausbruchsarbeiten wurde im Tunnel normalerweise im Zweischichtenbetrieb gearbeitet, ausser in den beiden Strecken mit schwierigen Felsverhältnissen, wo die Leute rund um die Uhr in drei Schichten im Einsatz waren. Ausnahmsweise wurde auch an Samstagen, teilweise zwei-, teilweise dreischichtig gearbeitet. Durchschnittlich ergab das im Norden und im Süden 210 Arbeitstage pro Jahr. |
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Eine sinnvolle Gestaltung der Freizeit für die recht heterogene Arbeiterschaft, die fern von Familie und Heimat leben musste, war zeitweise ein grosses Problem. Selbst Untersuchungen, die durch das Betriebspsychologische Institut der ETH auf der Baustelle durchgeführt wurden, konnten nicht weiterhelfen und haben zu keinem Erfolg geführt. Erst als die Möglichkeit für den Empfang des italienischen Fernsehprogramms geschaffen war, zeigte sich eine gewisse Entspannung auf der Baustelle. |
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Für den Bau der vier Lüftungsschächte wurden zusätzliche Baracken und provisorische Unterkünfte bei den Schachtmündungen erstellt. Die Arbeiten bei Motto di Dentro, Guspisbach und Bäzberg blieben während des Winters jeweils eingestellt. Für die baulichen Fertigstellungsarbeiten und die elektromechanischen Installationen standen über 150 Konsortien oder Einzelfirmen im Einsatz. |
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